Dr. Vera Schemann

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Dr. Vera Schemann

Vera Schemann ist im schönen Münster in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen und somit per Definition passionierte Fahrradfahrerin. Nach der Schule hat es sie dann in den Norden gezogen, wo es sie immer noch etwas wundert, dass der Zug über eine Stunde fahren kann ohne an einer größeren Stadt anhalten zu müssen. Während des Studiums der Technomathematik in Bremen hat Vera ihr Interesse an mathematischer Modellierung entdeckt und sich gleichzeitig auf die Suche nach einem interessanten Anwendungsfeld gemacht. Gefunden hat sie dieses Feld unter anderem während ihrer Zeit als studentische Hilfskraft am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Somit hat sie die Möglichkeit genutzt mit dem Nebenfach Geowissenschaften schon einmal mehr über das Klimasystem zu lernen. Ein Austauschjahr in Bergen (Norwegen) hat Vera verdeutlicht, dass es in Norddeutschland doch eigentlich gar nicht so viel regnet und so hat es sie im Anschluss an das Studium von Bremen nach Hamburg geführt. Dort hat sie am Max-Planck-Institut für Meteorologie 2010 ihre Promotion begonnen und ca. dreieinhalb Jahre später auch abgeschlossen. Während dieser Zeit hat Vera gelernt, Wolken mit anderen Augen zu sehen und sich auch für physikalische Zusammenhänge zu interessieren. Somit freut sie sich, in ihrem Beruf ihrer Faszination für Wolken und mathematische Modelle gleichermaßen nachgehen zu können.

Dr. Vera Schemann wirkt am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg in der Spielzeit 2014-15 als Expertin bei der »Welt-Klimakonferenz« von Rimini Protokoll mit.



>> Wann und wie kamen Sie das erste Mal mit dem Thema Klimaänderungen in Berührung?

Schwer zu beantworten, vermutlich hat es mich immer schon begleitet. Konkret wurde es aber auf jeden Fall bei meiner Studienwahl und der Überlegung, wie ich mein Interesse für mathematische Modelle mit einem spannenden Thema verbinden könnte.


>> Wenn Sie für einen Moment absolute Vollmacht und Handlungsfreiheit hätten, was würden Sie tun / verlangen, hinsichtlich der sich abzeichnenden Klimaveränderung?

Ich glaube nicht, dass absolute Vollmacht und Handlungsfreiheit hilft. Viele globale Probleme müssen wir gemeinsam und kooperativ angehen. Wenn überhaupt, würde ich meine Vollmacht also vermutlich dafür einsetzen, mit Menschen zu diskutieren und den Informationsfluss und Wissenstransfer zu verbessern.


>> Wie sieht die Welt in 50 Jahren aus?

Ich versuche gerne Optimist zu sein und hoffe, dass wir es in den nächsten Jahren schaffen, die Herausforderungen des Klimawandels und der Gesellschaft gemeinsam und tatsächlich ‚global‘ anzugehen und gemeinsam etwas erreichen. Und als gebürtige Münsteranerin hoffe ich auf jeden Fall auf mehr Fahrradwege oder sogar Fahrradstraßen in Hamburg!

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